Was ist ……….

.... die Zeche?

Antwort: Der Maschinenraum an Bord.
Aus derselben steigen meist schwarze Männer – so war es früher. Heute erscheinen sie meist in weißem Hemd (oder Blaumann).

.... Ballast?

Antwort: Eigentlich: Bar jeder Last, also ohne Last, gemeint ist ohne nützliche Last.
Ballast kann in bestimmten Situationen überlebenswichtig sein, wenn z.B. aus Stabilitätsgründen ein Schiff unnütze, aber notwendige Ladung = Ballast nehmen muss.

.... ein Kuttenlecker?

Antwort: Eine kleine Bürste, meist in Pinselform, an langem Stiel zum Farbewaschen.
Auch sonst zum Aufwischen und Saubermachen geeignet, ein beliebtes Spielzeug der Decksmeister.

.... ein Zinksarg?

Antwort: Ein großer, den Offizieren und Bootsmännern dienstlich gelieferter Koffer, der mit Zinkblech beschlagen ist.
Wahrscheinlich, weil die Form solche Assoziationen weckt. Bei Angehörigen anderer Teilstreitkräfte löst der Begriff meist Verwirrung aus.

.... Labskaus?

Antwort: Seemannsgericht. Manche nennen es auch ein Traditionsgericht der Marine.
Im Regelfall ein Püree aus Pökelfleisch, Kartoffeln, Fisch, Zwiebeln, Salzgurken und Rote Beete. Sehr nahrhaft! Der eine mag’s, der andere nicht; schmeckt rauf wie runter.

.... eine Backspier?

Antwort: Holz- oder Metallstange, die seitwärts des Schiffes ausgebracht wird, um Beiboote festzumachen.
Auch: Die Ordensspange an der Uniform.

.... eine Patenthalse?

Antwort: Unfreiwilliges Halsen, bei dem man meist im Bach landet.
Mit „Halsen“ wird ein Segelmanöver bezeichnet, bei dem eine Kursänderung bei achterlichem Wind vorgenommen wird:
Heck durch den Wind drehen!

.... abschnallen?

Antwort: Baß erstaunt sein oder völlig die Fassung verlieren.
Eigentlich nicht so ganz erklärlich, warum man abschnallt, wenn man erstaunt ist. Aber so ist das eben bei der Marine!

.... eine Spillspake?

Antwort: Holzknüppel oder Holzstange zum Drehen des Ankerspills per Hand.
Mehrere Spillspaken werden in den Kopf des Ankerspills erngesetzt, so dass das Ankerspill mit Menschnkraft im Rundlauf gedreht werden kann.

.... Backen und Banken?

Antwort: Die Bezeichnung für die Essenszeiten an Bord.
Der Begriff stammt ursprünglich aus der Segelschiffzeit, zu der Bänke und Tische zu den Mahlzeiten extra aufgebaut werden mussten.

.... ein Dergel?

Antwort: Eine nicht gerade freundliche, eher abfällige Bezeichnung für ein kleines Schiff.
Im Grunde kann ein Dergel alles sein, so ähnlich wie Ömmes, Eumel oder Fuchs. Es hängt immer von der Sprachgewandtheit des Seemanns ab.

.... ein Rudergänger?

Antwort: Der Mann, der das Ruder (auf der Brücke) bedient, also das Schiff steuert.
Gehört der Brückenwache an und wechselt mit dieser. Meist gehört viel Übung und Erfahrung zum „Rudergehen“. Ein guter Rudergänger ist für die sichere Navigation viel wert.

.... ein Seemannssonntag?

Antwort: gemütliches Kaffeetrinken am Donnerstag während des Nachmittagsdienstes; kann vereinzelt ausfallen bei Missmut des Kommandanten oder Divisionsoffiziers.
http://de.wikipedia.org/wiki/Seemannssonntag